28. Oktober 2008

I am a Rock (Hudson)


John Frankenheimer, Regisseur der "Oh la la" würdigen Paranoia-Trilogie ("The Manchurian Candidate", "Seven Days in May", "Seconds"), hätte es schon verdient, dass endlich auch "Seconds" einen ordentlichen DVD-Release erfährt. Darin gibt John Randolph den Mann in der Lebenskrise, der von einer Organisation, die sich einfach "Company" nennt kontaktiert wird, die ihm einen Neustart anbietet. Eigene Tod-Vortäuschung inklusive. Nach plastischer Chirurgie und ordentlicher Überdosis Psychoanalyse sagt man dem Kunden (jetzt gespielt von Rock Hudson), sein Name sei Tony Wilson (in echt!) und viel Spaß im neuen Leben. Es wär nicht Frankenheimer, wär das Leben 2.0 ein Honiglecken.
Wichtig und praktisch ist "Seconds" auch für die eigene Hudson-Imagebildung, weil mit Doris Day Schunkelfilmen hat man da längst noch nicht alles gesehen; auch bei Douglas Sirk darf Rock Hudson stets großes Melodrama spielen und nicht nur wie ein Hutschpferd grinsen und die Haare gut pomadiert präsentieren.

"Seconds" wurde zwar mal in den USA auf DVD veröffentlicht, ist aber inzwischen so gut wie vergriffen.

Titelsequenz, gestaltet von Saul Bass, kann man auf youtube begutachten.

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